Auf der Anhöhe Koludrt nördlich von Lumbarda fand man neben der mittelalterlichen Kirchenruine St. Johannes Fragmente einer in Stein gemeißelten griechischen Inschrift aus dem 4. Jh. v. Chr. (heute im Archäologischen Museum in Zagreb). Diese Inschrift ist eine Psephisma (grch. Volksbeschluß) über die Landaufteilung unter den Bewohnern der neu gegründeten griechischen Kolonie. Im Verzeichnis der Kolonisten finden sich neben griechischen auch einige illyrische Namen. Aus dem Gebiet von Lumbarda stammen auch andere griechische Funde (Keramik, Münzen). In Lumbarda sieht man die mittelalterliche Pfarrkirche St. Rochus (1561, 1886 erweitert), mehrere Sommerhäuser einstiger Patrizier aus KorCula (entstanden seit dem 15. Jh.) sowie die Geburtshäuser der Bildhauer Frane KrSiniC (1897_1982) und Ivan Lozica (1910_1943, mit Gedenktafel). Außer dem interessanten Denkmalserbe hat Lumbarda eine reiche Kulturtradition zu bieten: Volkslieder, Bräuche und Tänze werden sorgfältig gewahrt. So pflegt man zur Faschingszeit auch den Brauch des “Orangenpflückens”, bei dem ganz Lumbarda den schönsten Mädchen und dem Oberhaupt des Orts durch Tanz und Gesang Ehre erweist. Auch der St.-Rochus-Tag am 16. August wird festlich begangen. In der Sommersaison werden Vergnügungs- und Kulturveranstaltungen organisiert. Der Jachthafen hat 170 Liegeplätze im Meer und weitere 40 an Land. Ausflüge: s. KorCula |
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