Auf dem Friedhof, 1 km nordöstlich von Beram befindet sich die Kirche St. Maria am Felsen. Es handelt sich um ein gotisches Bauwerk mit einem Presbyterium, dessen Breite jener des Kirchenschiffs entspricht; im 18. Jh. wurde an der Stirnseite eine Vorhalle angebaut. Das Kircheninnere ist reich bemalt. Spätgotische Wandgemälde stellen in 46 bemalten Feldern Szenen aus dem Leben Mariens und Jesu dar. Sie wurden 1474 vom Künstler Vincent aus Kastav und seinen Mitarbeitern ausgeführt (Inschrift oberhalb der südlichen Seitentür). Die größte Komposition (8 m lang) Anbetung der Drei Könige auf der Nordseite zeigt eine Vielzahl von Gestalten bei einer feierlichen Prozession in malerischer Landschaft. Unter den zahlreichen Szenen beeindrucken am meisten die Fresken an der Westwand der Kirche. Sie stellen das Menschenleben dar, von Adam und Eva über die Unbeständigkeit des menschlichen Schicksals im Glücksrad bis hin zum unvermeidbaren Tod, vor dem auf dem Bild Totentanz alle Stände gleichgestellt sind und Gerippe mit Gestalten aus allen Ständen tanzen. Die Fresken mit Darstellungen aus dem alltäglichen Leben oder dem Volksglauben in der Marienkirche gehören zu den wertvollsten Werken der istrischen mittelalterlichen Kunst. Der Ort wird wegen seiner mittelalterlichen Architektur und der gotischen Marienkirche von zahlreichen Touristen besucht. |
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