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 Reiseführer Koprivnica

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Koprivnica, Stadt am linken Ufer des gleichnamigen Flüsschens in der Region Podravina (Drautal), liegt 70 km südöstlich von Varazdin auf einer Höhe von 149 m ü.d.M. Koprivnica wurde 1356 zur freien königlichen Stadt. Im 16. Jh. erhielt die Stadt zum Schutz gegen die Türken eine mächtige, im Grundriss viereckige Stadtfestung (Bauleitung: D. dell’Allio). Lediglich Mauerreste sind verblieben, und anstelle der einstigen Festung erstreckt sich heute ein großer Park. Die Pfarrkirche St. Nikolaus stammt aus dem 17. Jh., die orthodoxe Heiliggeistkirche entstand 1793. Das Franziskanerkloster mit der dem hl. Antonius von Padua geweihten Kirche wurde 1685 vollendet. In der Zeit des Varazdiner Generalats wurde die Erlöserkapelle zum Gedenken an die überstandene Pest von 1745 hinzugebaut. In die Wand des Pfarrhauses ist eine sehr feine Steinmetzarbeit aus der Spätrenaissance eingelassen: der Grabstein des in seinen Kinderjahren verstorbenen Gotthard Schratenpach (1608).

Zeugen barocker Baukunst sind, neben Sakralbauten, auch verschiedene öffentliche Gebäude - z.B. das Zeughaus aus dem Jahre 1714 - und Denkmäler - eine Gruppe mit fünf Säulen, eine Säule des Schmerzensmannes, eine weitere Säule des hl. Johannes von Nepomuk aus dem Jahre 1747. Das Städtische Museum von Koprivnica (gegründet 1951) birgt eine archäologische, eine kulturgeschichtliche, eine völkerkundliche und eine Kunstsammlung. Unter seiner Leitung wirken ferner: die Kunstgalerie von Koprivnica (1977), das Gedenkmuseum “Danica”, die Stiftung Dr. Vladimir Malancec, das Heimatmuseum in Delekovec, die Kunstgalerie von Hlebine, die Sammlung Ivan Generalic (ebenfalls in Hlebine) sowie die Ivan-Sabolic-Skulpturengalerie in Petranec. An mehreren Plätzen in der Öffentlichkeit kann man Skulpturen kroatischer Bildhauer bewundern (I. Sabolic, Z. Loncaric, A. Jakic). In Mocile bei Koprivnica steht die Marienkirche mit massivem Glockenturm und Vorhalle, die an der Stirnseite angebaut wurden (Baubeginn 1700). Im Innern findet man erhaltenes Inventar aus dem 18. und 19. Jh. Koprivnica ist der Kernpunkt dieses Teils des Drautals.

Das reichhaltige Kulturerbe und die wirtschaftliche Grundlage der Stadt bieten günstige Voraussetzungen für den Fremdenverkehr. Vertreten sind folgende Sportarten: Handball, Fußball, Karting und Reiten. Zu Fitneß und Erholung laden Sportplätze und der Badesee Soderica – die “Drautal-Riviera” – ein. Die Drau und die Seen Soderica, Jegenis, Vidak u.a. sind ein Paradies für Angler. Die Niederungslandschaft um Koprivnica und die Sockelzone von Kalnik und Bilogora sind bekannt für ihren Wildreichtum. Beliebte Jagdgründe sind Peski und Repas. In vielen Restaurants der Stadt und Umgebung werden vorzügliche traditionelle Spezialitäten aus dem Drautal angeboten: “prge” – getrockneter und geräucherter Käse, Sülze, Pilzsuppe mit Buchweizengrütze, Gulasch u.a. Sehenswert ist die traditionelle Kulturveranstaltung “Drautal-Motive”, bei der naive Künstler ihre Werke ausstellen (Anfang Juli).
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