In Marija Bistrica gibt es viele Goldschmiedearbeiten (Meßgeschirr, Votivgegenstände, 17.–19. Jh.), darunter auch Arbeiten des Zagreber Goldschmieds V. Lehmann. Textilien werden heute im Diözesenmuseum in Zagreb aufbewahrt. Der Pfarrhof (Mitte des 18. Jh.) diente in der Zeit des Abtes I. Krizmanic als Versammlungsort der Anhänger der kroatischen Wiedergeburtsbewegung (1835–48). Unweit des Ortes liegt, von einem Park umgeben, das eingeschossige klassizistische Landschloss Marija Bistrica (1786), eine der wohlproportioniertesten Schlossanlagen im Hrvatsko zagorje. Es ist im Besitz der Familien Prasinski, Sermage und Hellenbach. Am Friedhof kann man eine hohe Barocksäule des Erzengels Gabriel bewundern. Der bekannte Wallfahrtsort und zugleich das größte Nationalheiligtum in Kroatien blickt auf eine lange Tradition zurück. Das Hauptziel der Pilger ist die Marienkirche (14. Jh.) mit der wundertätigen Bildsäule der Muttergottes von Bistrica (16. Jh.). Jährlich kommen mehr als 600.000 Pilger hierher. Den Kreuzweg schmücken Skultpuren der bedeutendsten kroatischen Künstler. Die Besichtigung der Kirche schließt einen Besuch in der Galerie des Heiligtums mit ein. Lebkuchenbäcker, Tombolen, Karusselle, Töpfer, Korbflechter und traditioneller Honigwein bereichern die Atmosphäre am Kirchweihfest. Die Pilger kommen auch aus entfernteren Gebieten zumeist zu Fuß. Die Nordausläufer der Medvednica laden zudem zu Spaziergängen und Wanderungen ein. |
Reiseführer Marija Bistrica
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