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 Reiseführer Solin

Solin, Stadt nahe der Einmündung des Jadro in die Adria, liegt 5 km nordöstlich von Split und besteht aus drei Stadtteilen: der mittlere Teil, am Verkehrsknotenpunkt Mitnica, wo sich die Straßen nach Split, Trogir und Klis kreuzen, ist das Wohn- und Geschäftsviertel. In einer Senke am Oberlauf des Jadro liegt Majdan (mit Zementfabrik). Etwa 1,5 km westlich des Wohnviertels, an der Straße nach Trogir, liegt das Industrieviertel Donja Strana (Sveti Kaja, mit weiterer Zementfabrik). Zwischen Donja Strana und dem Zentrum liegen die Ruinen des antiken Salona. Salona ist eine der wichtigsten antiken und frühchristlichen Fundstätten der Welt. Bemerkenswert ist, dass Gebäudereste aus beiden Zeiträumen in situ erhalten geblieben sind. Sie können, wie sonst selten in der Welt, an ihrem ursprünglichen Standort bewundert werden und gewähren bis in unsere Tage alle Arten der Erforschung. Die gesammelten Angaben und veröffentlichten Materialien sind der internationalen Kulturöffentlichkeit jederzeit zugänglich. Wegen der Vielschichtigkeit der Fundstätte empfiehlt es sich auf jeden Fall, an einer Führung teilzunehmen.

In neuerer Zeit wurden in Solin sehr gute hortikulturelle und urbanistische Eingriffe vorgenommen, so dass die ganze Stadt wie ein Park aussieht. Die durch die schöne Naturlandschaft führende und von Kulturdenkmälern gesäumte Uferpromenade am Jadro zieht viele Spaziergänger und Ausflügler an. Besonders festlich ist es zu Mariä Geburt (8. Sept.), zugleich dem Stadtfest von Solin, zu dem sich viele Gläubige hier einfinden, denn Solin ist eines der kirchlichen Zentren der Gespanschaft Split-Dalmatien.

Mravince, Ortschaft am Westausläufer des Mosor-Gebirges, liegt 2 km östlich von Solin. Bei Glavicina wurde 1938 einer der bedeutendsten altkroatischen Friedhöfe mit 115 Reihengräbern aus dem 9. bis 10. Jh. freigelegt. In den aus Steinplatten gebauten Gräbern entdeckte man viele Beigaben: Ohrschmuck, Ringe, Gürtelschnallen u.a. Vranjic, Hafenstadt im Ostteil der Bucht von Kastela nordöstlich von Split. Erstmalig erwähnt als Durana in einer Urkunde des Königs Kresimir I. (950). Im Frühmittelalter Besitz kroatischer Fürsten und Könige, danach im Besitz des Erzbischofs von Split. Die Pfarrkirche St. Martin (im 18. und 19. Jh. erneuert) zieren Fresken von J. Kljakovic (dem V. Parac und K. Hegedusic assistierten) mit Bibelszenen und Themen aus dem Leben der Fischer.
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