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 Reiseführer Obrovac

Obrovac, Ortschaft mit Flusshafen am linken Ufer der Zrmanja, liegt 11 km flussaufwärts von deren Einmündung in das Novigrader Meer. Der Ort liegt an einer Stelle, wo das enge Flusstal der Zrmanja sich weitet und die Straße über den Fluss nach Zadar weiterführt. Vom Gebirgssattel Mali Alan (1045 m), nördlich von Obrovac, bietet sich ein außerordentlich schöner Blick auf die Ebene Ravni kotari und die Inselgruppe von Zadar. Besonders eindrucksvoll ist das Flusstal der Zrmanja, das zwischen Obrovac und dem Mündungsgebiet aus steilwandigen, stellenweise bis zu 200 m hohen Kalkfelsen besteht. Etwa 20 km nordwestlich von Obrovac liegt der Nationalpark Paklenica. Hier befand sich die wichtige Römersiedlung Clambetae (heute die Ruine Cvijina gradina, etwa 3 km südwestlich von Obrovac). Entdeckt wurden Teile der antiken Siedlung mit Mauerspuren von Straßen und Gebäuden, wobei die Reste des Tempels und der Thermalanlage am bedeutendsten sind.

Obrovac wird erstmals in Urkunden kroatischer Fürsten erwähnt, und zwar unter dem Namen Obrovez. Der Ort war bis 1527 im Besitz der Fürsten Krbavski (von Krbava) und fiel danach in türkische Hände. 1684 wurde er von Venedig übernommen. Über der Stadt stehen die Ruinen einer von den Fürsten Krbavski, danach von den Türken und Venezianern befestigten und erweiterten Burg. Die Pfarrkirche unterhalb der Burgruine wurde nach dem Rückzug der Türken errichtet und im 18. Jh. erneuert. An den Steilhängen des Zrmanja-Flusstals entdeckt man stellenweise Reste von Befestigungen, die von den Türken erbaut wurden. Das wunderschöne, malerische Flusstal, das gute Angebot an einheimischen Speisen (Lammfleisch, Räucherschinken, Wein), die vielen Fischgründe in der Umgebung, Kultur- und Geschichtsdenkmäler längs des Flusses – all dies zieht immer wieder Ausflügler und Urlauber an.

Krupa ist eine Ortschaft am Südhang des Velebit-Gebirges und liegt 24 km nordöstlich von Obrovac. Unweit der Ortschaft (2 km) steht ein orthodoxes Kloster, das vermutlich von bosnischen Mönchen gegründet wurde, die vor den Türken hierhergeflohen waren. Am Klostergebäude sind gotische Fenster erhalten. Die Kirche ist einschiffig, mit Rundkuppel. Besonders sehenswert sind im Innern die kunstvoll geschnitzte Heilige Pforte, die Ikonensammlung aus dem 17. und 18. Jh. sowie Silbergegenstände venezianischer Herkunft aus dem 18. Jh.

Zvonigrad ist eine mittelalterliche Burgruine über dem Zrmanja-Fluss und wurde um 1222 als Besitz des Fürsten Visan erstmals erwähnt. Ab 1412 ist sie im Besitz der Familie Nelipic und fällt 1435 an die Frankopanen. Spätere Burgherren sind die Familien Kurjakovic und Karlovic.

Okuklje ist eine Hafenortschaft an der gleichnamigen Bucht an der Nordostküste der Insel Mljet und liegt 11 km östlich von Babino Polje. Sie dient als Hafen der im Inneren gelegenen Orte Maranovici und Korita. Das Ufer der gut geschützten Bucht weist zum größten Teil Vegetation auf. Ein beliebter Ankerplatz von Nautikern, in einer der bestgeschützten Buchten der Insel Mljet. In den Gaststätten werden Fischspezialitäten angeboten.
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